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Tag 8- Die Liebe gewinnt Herzen

"Er wird die Herzen der Väter ihren Kindern und die Herzen der Kinder ihren Vätern zuwenden (...)"

(Maleachi 3,24)

Heute geht es um die Herzen unserer Kinder. In dem Buch "40 Tage Liebe wagen" steht, dass wir auf Dauer nur Gehör bei unseren Kindern finden, wenn wir ihr Herz für uns gewonnen haben. Dies ist entscheidend dafür, wie viel Wirkung wir als Eltern auf unsere Kinder haben.

 

Alex und Stephen Kendrick führen als Beispiel den König David und seinen Sohn Absalom auf. Ihre Geschichte könnt ihr in der Bibel in 2. Samuel und dort die Kapitel 13-18 nachlesen. David verlor das Herz seines Sohnes. Wie kam es dazu? Ich empfehle es euch sehr, mal die Kapitel in der Bibel zu lesen. Es ist wirklich eine sehr tragische Geschichte.

 

Ein anderer Sohn Davids, Salomo der Trohnfolger, hatte die Auseinandersetzung von David und seinem Sohn Absalom vermutlich mitbekommen und schrieb daher, weil er wusste, wie wichtig es war, dass das Herz seines Sohnes ihm zugeneigt war: "Mein Sohn,schenke mir dein Herz und lass deine Augen sich an meinen Wegen der Weisheit freuen!" (Sprüche 23,26).

Auch wir als Eltern sollten stets bemüht sein, die Herzen unserer Kinder zu gewinnen, ohne ihnen dabei in den Hintern zu kriechen oder ihnen alles zu erlauben. Stattdessen ist es wichtig, ihnen die Zuwendung und Aufmerksamkeit zu geben, die sie brauchen und Konflikte nie einfach unter den Teppich zu kehren, sondern aus dem Weg zu schaffen, damit sich keine Bitterkeit oder Ärger anstauen kann.

In der Erziehung ist es wichtig, dass wir unseren Kindern Grenzen setzen, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht einen zu harten Ton anschlagen, sondern sie liebevoll und freundlich zurechtweisen.

 

Das Buch gibt hier einen guten Rat: "Deshalb sollten sich Eltern stets die Frage stellen: "Wie kann ich mich meinen Kindern gegenüber in dieser Situation verhalten, wie mit ihnen sprechen, ohne dass sie ihr Herz vor mir verschließen?". Auch können wir uns fragen, ob das Herz meiner Kinder jetzt gerade uns gehört, oder ob sie wissen, dass ihnen mein Herz gehört. Andere Fragen, die man sich zur Überprüfung stellen kann sind: Interessiert meine Kinder, was ich sage und wollen sie Zeit mit mir verbringen? Oder: Sind sie traurig,, wenn mir etwas nicht gefällt, was sie tun oder sagen? Sind meine Kinder mir gegenüber loyal, auch wenn ich gerade nicht in der Nähe bin?

 

Das Herz meiner Kinder gewonnen zu haben, ist also wichtig, um in der Erziehung erfolgreich sein zu können. Wenn wir merken, dass sich eines unserer Kinder von uns abgewendet hat, dann haben wir einen himmlischen Vater, dem wir alles sagen können und der die Beziehung zu unseren Kindern wieder herstellen und die Herzen der Väter (und Mütter) ihren Kindern und die Herzen der Kinder ihren Vätern (und Müttern) wieder zuwenden kann! Also nicht aufgeben, sondern zu Gott gehen und ihn um Hilfe bitten!

 

 

Das habe ich heute gelernt: Ich möchte das Herz meiner Kinder gewinnen und immer nahe an ihren Herzen bleiben! Manchmal geschieht es, dass sie sich abwenden, weil ich vielleicht zu hart oder zornig reagiert und sie verletzt habe. Auch ich bin manchmal mit meinem Herzen nicht so nahe bei meinen Kindern, wie ich das gerne möchte. Deshalb ist Gott meine Rettung, zu ihm will ich gehen, mit allem, was mich diesbezüglich belastet und ich will ihn darum bitten unsere Herzen wieder einander zuzuwenden.

Die Aufgabe für heute: Zu jedem meiner Kinder gehen und zum Ausdruck bringen, dass ich mir zwischen uns eine größere Nähe wünsche, als es jetzt der Fall ist. Sie fragen, ob ich sie durch irgendetwas verletzt habe, oder unrecht getan habe. Oder ob sie wütend auf mich sind und wie das wieder in Ordnung bringen kann. Konkret damit anfangen, das Herz meiner zurückzugewinnen und zu behalten.

Und so erging es mir heute: Mein Tag war heute sehr geschäftig und ich habe nicht wirklich daran gedacht, meinen Kindern zu sagen, dass ich mir eine größere Nähe wünsche. Ehrlich gesagt, fühle ich mich auch etwas gezwungen dazu. Ich mag es nicht, das nur zu sagen, weil es die Aufgabe für heute aus dem Buch ist. Und trotzdem hat mich das Thema heute sehr zum Nachdenken gebracht. Wie oft passiert es mir, dass ich Anweisungen härter oder lauter gebe, als ich das eigentlich beabsichtige und die Reaktionen meiner Kinder kommen prompt, wie ein Echo: Auch sie werden pampig und laut und der Bär ruft dann oft total empört: "Mama, laut!" oder "Mama sauer!". Das trifft mich schon und ich versuche dann auch immer wieder einen Gang runter zu schalten. Nur, und das habe ich auch schon bei Tag 7 angedeutet: Wie schaffe ich es, meine Emotionen zu kontrollieren, bevor ich überkoche? In Stresssituationen geschieht es so schnell, dass ich Dinge sage oder tue, die mir hinterher sehr leid tun! Und in solchen Situationen kann ich mich, so wie der Tipp aus dem Buch lautet, ganz gewiss nicht fragen, wie ich jetzt am Besten reagieren kann, damit ich nicht das Herz meiner Kinder verliere. DAS funktioniert einfach nicht, wenn ich aufgebracht bin! Es muss etwas geben, das mich bremsen kann, dass es gar nicht passiert, dass ich so kopflos und zu einer einzigen wütenden Emotion werde. Auch wenn ich das Herz meiner Kinder unter keinen Umständen verlieren möchte und stets darauf achte die Situationen später nochmal anzusprechen und mich auch für mein schlechtes Verhalten zu entschuldigen, kann es sein, dass ich Schaden angerichtet habe, der dazu führt, dass sich meine Kinder nach und nach immer mehr von mir abwenden. Und das macht mir Angst! Nichts wäre für mich fataler und schlimmer, als wenn ich irgendwann feststellen muss, dass ich zu einem meiner Kinder keinen Zugang zum Herzen mehr habe. Und deshalb möchte ich das jetzt zu meinem Gebet machen, dass Gottes Gnade mich trägt und mich davor bewahrt mich so zu verhalten, dass sich meine Kinder von mir abwenden. Ich brauche seine Hilfe jeden Tag! Ich bin so abhängig von ihm! Und das ist gleichzeitig eine gute Nachricht. Denn wenn ich ihn ihm Gebet darum bitte, dann ist er es, der mein Herz meinen Kindern und das Herz meiner Kinder mir zuwendet. 

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