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Tag 3- Die Liebe ist freundlich

"Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie  auch Gott euch durch Christus vergeben hat." 

(Epheser 4,32)

Der heutige Tag dreht sich um das Thema "Freundlichkeit". Stephen und Alex Kendrick definieren Freundlichkeit so:"Wenn Geduld die Form von Liebe ist, die das Schlechte möglichst klein hält, dann zeigt sich Freundlichkeit als eine Liebe, die Gutes ins Leben ruft" (S.28). 

Freundlichkeit dient, ohne sich zu beklagen, sie sieht Nöte und versucht zu lindern und hat immer ein offenes Ohr.

Freundlichkeit macht uns aktiv und bereit uns für andere einzusetzen und Bitten nachzukommen, anstatt sie vielleicht aus Bequemlichkeit heraus abzulehnen.

Durch Freundlichkeit werden wir sanftmütig. Wir werden sensibler, rücksichtsvoller und achten mehr auf unseren Tonfall.

Das habe ich heute gelernt: Ich werde durch die Liebe daran erinnert, dass ich kein Recht habe, lieblos oder hart zu sein, auch wenn ich eine Autoritätsperson für meine Kinder bin, sehr viel in sie investiere und noch so viele Opfer bringe. Ich möchte, dass meine Kinder gerne bei mir sind und sich bei mir wohl fühlen, weil ich freundlich zu ihnen bin. "Fast alles, was wir sagen oder tun, könnte mit ein wenig mehr Freundlichkeit noch besser sein" (S.29).

Die Aufgabe für heute: Meine Kinder mit einer unerwarteten Geste der Freundlichkeit überraschen und sie dann darum zu bitten auch jemandem Anderen etwas Gutes zu tun.

Und so ist es mir heute ergangen: 

Ich fand die Aufgabe heute nicht so leicht. Da mir nicht für jeden meiner 4 Kinder eine unerwartete Geste der Freundlichkeit eingefallen ist, habe ich mich auf die beiden ältesten kids für heute beschränkt. Es war wirklich nur eine kleine Geste, aber meine Kinder haben sich wirklich gefreut darüber, dass ich ihnen beim Abendessen ein "Spezialbrot" geschmiert habe. Ein Brot mit Käse, zwei Gurkenscheiben und drei kleine Scheiben Cocktailtomaten. Insgesamt sah das Brot dann laut Fuchs aus, wie eine Eule. 

Wirklich zu einer konkreten Freundlichkeit habe ich meine Kinder heute nicht aufgerufen. Aber wir haben über das "freundlich sein" beim Abendessen geredet.

 

So, wie Gott unendlich gnädig mit unseren Verfehlungen umgeht und uns immer das gibt, was wir brauchen, so sollen wir auch als Eltern unseren Kindern Gutes tun.

 

Dass es nicht immer so einfach ist, im Alltag stets freundlich zu bleiben, habe ich heute während zweier Situationen zu spüren bekommen. Wie erklärt man in einem  gnädigem Ton, dass das Eichhörnchen doch bitte nicht auf den Badewannenrand kacken soll (Bitte verzeiht, aber DAS passiert tatsächlich mal im Alltag mit Kind), während sie badet und ihr Bruder, der Fuchs im Wasser sitzt? Und vorallem sollte sie mit ihren 5 Jahren doch eigentlich wissen, dass man dazu aufs Klo geht, wenn man muss und sie mich jederzeit um Hilfe bitten kann, wenn sie es allein nicht schafft! Oder wie bleibt man bestimmt, aber freundlich, wenn mir der Bär schon zum dritten Mal mit dem Ende der Klopapierrolle den Flur entgegen kommt und hinter sich eine lange weiße Schleppe Klopapier zieht? In diesen Situationen fiel es mir trotz inhalierter Theorie des heutigen Kapitels von "40 Tage Liebe wagen für Eltern" sehr schwer, freundlich zu bleiben. Das lag daran, dass ich die so zusätzlich entstandene Arbeit vor Augen hatte und mich innerlich verzweifelt fragte, wie ich jemals hinterher komme, mit all dem Putzen und Aufräumen. So reagiere ich manchmal unangemessen scharf und barsch. Das fand ich heute also nicht so toll... Ich würde mich sehr dafür interessieren, ob es euch auch manchmal so geht wie mir und wie ihr mit solchen oder ähnlichen Situationen umgeht, in denen euch eure Kinder an eure Belastungsgrenze bringen. Gelingt es euch, trotzdem freundlich zu bleiben? Lasst mir gerne einen Kommentar da :)

 

Meine Schlussfolgerung zu der von mir an den Tag gelegten Freundlichkeit: Ausbaufähig!

 

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