· 

Tag 1 Die Liebe bringt zur Blüte

"Und ich bete, dass...ihr in der Liebe Gottes fest verwurzelt und gegründet seid."

(Epheser 3,17)

Der erste Tag meines Projekts hat begonnen. Vielleicht hast auch du das Buch angefangen zu lesen und du bist gespannt, was für Erfahrungen ich heute gemacht habe. 

  


Alex und Stephen Kendrick haben heute eine Art Definition von Liebe gegeben und erklärt, warum Liebe so wichtig in Beziehungen ist. Sie haben reichlich vorhandene Liebe mit einem gutem Nährboden für Pflanzen verglichen, auf dem auch Erziehung gelingen kann. Jedes Kind wird mit einem Hunger nach Liebe geboren, sie wollen sich geliebt fühlen und das ist auch gut so.

"Wenn Kinder sich nicht vollkommen geliebt fühlen, stehen sie ständig in der Gefahr, sich die ersehnte Bestätigung durch Leistung zu verschaffen" (S.17).

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Gebe ich meinen Kindern Liebe, auch wenn sie es nicht "verdient" haben und ich eigentlich gerade ärgerlich über sie war? Müssen sie sich meine Liebe erarbeiten, indem sie mir helfen oder etwas für mich tun? Ich hoffe, dass sie wissen, dass ich sie bedingungslos liebe und dass sich daran auch nichts ändert, nur weil ich hin und wieder schimpfe ( das versichere ich ihnen auch immer wieder).

Außerdem wird in diesem Kapitel auch auf "die Liebe zur Wahrheit" eingegangen. Warum die Wahrheit so wichtig ist, weiß eigentlich jeder. Wahrheit schafft Vertrauen, man kann sich auf jemanden verlassen, der die Wahrheit sagt und das wiederum schafft Beziehung. 

"Die Wahrheit leitet uns in dem, was wir sagen, während die Liebe bestimmt, wie, wann und warum wir es sagen" (S.18).

Zuletzt weisen die Autoren noch darauf hin, dass man alte Verletzungen, die man vielleicht seinem Kind zugefügt hat, immer wieder hervor holen und Probleme beseitigen sollte, damit die Beziehung zum Kind unbelastet ist und es sich einem wieder öffnen kann und zuhört.

 

Die habe ich heute gelernt: Schaffe eine liebevolle Umgebung für deine Kinder, in der sie aufblühen können.

Die Aufgabe für heute: Meinen Kindern zu sagen, dass ich sie liebe.

 

Und so erging es mir heute:

Das habe ich heute auch tatsächlich getan. Diese Aufgabe fiel mir nicht sehr schwer, weil ich meinen Kindern öfter mal sage, dass ich sie lieb habe. Dabei habe ich nicht die drei Worte "Ich liebe dich!" verwendet, sondern: "Ich hab dich ganz doll lieb!" Und zwar einfach aus dem Grund, weil meine Kinder mit "Ich liebe dich!" nicht so viel anfangen können, wie mit der anderen Redewendung, die wir immer nutzen. Diese Freiheit habe ich mir einfach herausgenommen :) 

Allerdings war die Reaktion meiner Kinder nicht so überschwänglich, wie ich erwartet habe. Entweder habe ich ein schüchtern, verschmitztes Grinsen bekommen, oder aber nichts passierte ( ob der Zeitpunkt nicht der Richtige war? Denn am Abend, als ich unserem Fuchs nochmal zum Schlafengehen eine Gute Nacht gewünscht habe und ihm nochmal meine Liebe gestand, da sagte auch er mir, dass er mich ganz doll lieb habe :))

Also entweder muss ich wohl meinen Kindern bewusst öfter versichern, dass ich sie liebe, oder sie sind es schon so gewohnt, weil ich es zu oft sage, weshalb die Reaktion nicht ganz so überschwänglich ausgefallen ist... mmh. Muss ich mal nochmal beobachten und bewusst drauf achten.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0