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Kraftquelle Meditieren, reicht das?

"Als Mutter sind Sie Langstreckenläuferin, sie müssen sich Auszeiten nehmen, in denen Sie Kraft tanken können!", sagte mir gestern eine Verkäuferin des Stoffladens, den ich besuchte, weil ich mal wieder etwas nähen wollte. Die Verkäuferin hat, so wie ich, vier Kinder, die aber schon erwachsen sind. Ich hatte sie gefragt, ob es etwas gibt, das sie mir als Mutter raten würde, irgend einen Erziehungstipp oder ob es etwas gibt, das sie heute im Nachhinein anders machen würde. So stand sie nun vor mir und erklärte mir gerade, dass es wichtig sei, Auszeiten zu nehmen. "Ich rate ihnen: Meditieren Sie! Das wird Ihnen so viel Kraft geben, wie Sie niemals durch einen Mittagsschlaf tanken können!" Die Verkäuferin erklärte mir, dass sie jeden Morgen um halb 6 aufstehen würde, um zu meditieren. Ich hörte mir das alles, was sie so zu erzählen hatte an und dachte mir, dass ich Zuhause mal nachschauen möchte, was dieses "Meditieren", von dem sie so begeistert war, eigentlich ist.  

Da dies hier keine wissenschaftliche Arbeit ist, verwende ich einfach Wikipedia, um dem Begriff ein wenig näher zu kommen. Meine Informationsquelle findet ihr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Meditation.

 

Dieser Link ist schon mal sehr informativ. Es geht also darum, über etwas nachzudenken, hat etwas mit Achtsamkeit und Konzentration zu tun und ist spiritueller Bestandteil vieler Religionen. Der Zweck der Meditation ist die Beruhigung des Geistes und dient zur Erreichung gewünschter Bewusstseinszustände wie etwa die "Stille", die "Leere", das "Einssein" etc.

 

Das ist interessant. Ich hatte auch immer im Kopf, dass Meditation etwas Religiöses ist, aber die Verkäuferin war felsenfest davon überzeugt, dass es nichts mit Religion zu tun hat, wenn man meditiert. Meditation sei sogar eine von Ärzten anerkannte Praktik. Na ja, sie war also anderer Meinung.

Also einigen wir uns darauf, dass Meditation laut Lexikon ihren Ursprung in der Spiritualität hat und das auch nichtreligiöse Menschen die Meditation als Kraftquelle nutzen und praktizieren, um zur Ruhe zu kommen. 

 

Nun zu meiner persönlichen Meinung: 

Ich halte Meditation für sinnvoll und nahezu lebensnotwendig! Wenn ich nicht mehr zur Ruhe komme, brenne ich aus und mir geht meine ganze Lebensenergie flöten. Auch, wenn ich nicht ab und zu inne halte, über den Tag oder mich reflektiere kann es keinen Wachstum oder Fortschritt in den verschiedensten Bereichen meines Lebens geben. Deshalb: Inne halten, zur Ruhe kommen, mal nichts tun, die Seele baumeln lassen. Meditation in diesem Sinne ist sehr wichtig!

 

Dennoch finde ich, dass das nicht ausreicht. Meine Probleme werde ich nicht los und die Lasten meines Herzens werden nicht weniger, nur indem ich mich selbst spüre und alles um mich herum ausschalte. Irgendwann werde ich wieder in meinen Alltag zurück müssen und dann sind die fiesen, zermürbenden Gedanken und Sorgen wieder da! Das ist genauso wie mit Schlafen, lesen oder Fernsehen, es ist eine Ablenkung. Für eine kurze Zeit kann man den Problemen entfliehen, aber sie holen einen früher oder später wieder ein!

 

Ich für mich habe da eine andere Lösung gefunden. Ich kenne jemanden, zu dem ich gehen kann mit all meinen Unzulänglichkeiten, Ängsten und Sorgen! Und stellt euch vor, diesem Jemand macht das überhaupt nichts aus! Ihm wird es niemals zu viel, wenn wir schon wieder mit einem Problem zu ihm kommen. Er sagt sogar, dass wir zu ihm kommen sollen, wenn wir es schwer haben und beladen sind und dass er uns helfen will ("Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben" Matthäus 11,28). Und dieser Jemand ist niemand anderes als Gott! Für mich ist Gott mein Schöpfer, der mich lieb hat, wie ein Vater sein Kind. Durch Jesus, seinen Sohn, der hier auf der Erde für alle Menschen gestorben ist, bin ich auch tatsächlich zu seiner Tochter geworden("Nun seid ihr alle zu Kindern Gottes geworden, weil ihr durch den Glauben mit Jesus Christus verbunden seid." Galater 3,26 - Die Bibel).  Weil Gott mein Vater ist, ist es das natürlichste, was es gibt, dass ich zu ihm kommen kann, egal um was es sich handelt.

 

Und das tut so gut! Das ist nicht nur theologisches, theoretisches Gelaber! Nein!

Ich kann euch sagen: Wann immer ich zu Gott im Gebet gekommen bin und ihm mein Herz ausgeschüttet, ihm den ganzen schweren Lastenberg vom Tag vor die Füße geschoben habe, niemals hat er mich im Stich gelassen! Immer war da plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels, eine freundliche Person, die mir geholfen hat meine Last zu tragen oder auf einmal hatte ich tiefen Frieden. Meine Gedanken im Kopf hörten auf zu kreisen, ich wurde mit einem Mal ganz ruhig und während meine Tränen trockneten, fasste ich wieder neuen Mut. Ich konnte tief durchatmen und hatte wieder Kraft für einen neuen Tag in meinem Alltag als Mutter, Hausfrau und alle anderen Rollen, die ich so spiele.

 

Probiert es mal aus! Es lohnt sich! Gerne könnt ihr mir auch einen Kommentar zu dem Thema da lassen. Wie seht ihr das mit dem Thema Meditation? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Gott machen können? Ich freue mich über eure Gedanken!

 

 

 

 

 

 

 

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